Tim Renner im Interview bei Mister Wong

7. April 2008

Der Musikkenner, Autor und Gründer von Motor Music, Tim Renner, hat uns auf der diesjährigen re:publica ein Interview gegeben und seine Lieblingswebseiten bei Mister Wong im Spotlight vorgestellt. Der ehemalige Chef von Universal Deutschland nahm an der Diskussion “Musik im Netz” teil und gab uns vorab schon einmal einen kleinen Vorgeschmack zum Thema.

Hier das Interview – enjoy & wong the web!

5 Reaktionen zu “Tim Renner im Interview bei Mister Wong”

  1. Panda

    Spannend – bleibt abzuwarten, ob davon irgendwas bei den Majors ankommt…

  2. Claus

    Nach seiner Meinung scheint die Musikindustrie als solche ja nicht einmal im Web 1.0 vollständig angekommen zu sein. Der Bedarf nach Musik ist insbesondere bei der jüngeren Zielgruppe sehr groß, die bisherigen Ansätze der Industrie mit der Bedarfsdeckung auch Geld zu verdienen erscheinen mir aber nicht wirklich lebensnah. Nichts verändert sich momentan schneller als das Internetmarketing. Insofern stehe ich auch den Ansätzen des Herrn Renner eher skeptisch gegenüber.

  3. Basic Thinking Blog | Musikindustrie: Die CD- und DRM-Falle

    [...] Tim Renner, ehemals Chef von Universal Deutschland, hatte Mr Wong auf der re:publica ein Videointerview gegeben. Zwei interessante Aussagen: 1. Die Musikindustrie saß in der CD-Falle, konnte sich nicht wie erwartet nach vorne bewegen, nachdem das Internet ihr Business zu bedrohen begann. Man konnte Kunden damals mehr als ein dutzend Lieder auf einer überteuerten CD verkaufen, obwohl der Kunde eigentlich nur 2-3 Lieder daraus haben wollte. Das schlug sich im hohen Einkommen nieder und es galt, diese Cash Cow am Leben zu erhalten. Denn, als börsenorientiertes Unternehmen hat man damit ein Problem, sein eigenes Geschäftsmodell zu gefährden, indem man wie Apple eine gemeinsame Musikbörse auf die Beine stellt. Da schließt sich zugleich die DRM-Falle an: 2. Apple ist Marktführer, die mit 99 Cent pro Lied den Preis diktieren. Davon verbleiben den Labels aber “nur” 68 Cent, was zu wenig sei, laut Renner. An dieser Stelle kommt nun DRM freie Musik ins Spiel, die auf iTunes für einen Aufpreis von 30 Cent verkauft wird. Die Hoffnung der Musikindustrie ist nun, dass man damit einen Preishebel in der Hand halten kann, um notwendige Mehreinnahmen zu generieren. Sprich, DRM freie Musik ist zwar für den Endkunden eine gute Sache, zugleich läuft man damit den Labels womöglich in die Preisarme, wenn sich der Mehrpreis durchsetzt:)) Ergo muss zwingend ein Einzelsong über 1 USD/1 Euro kosten, damit sich der digitale Vertrieb auf Einzelsongbasis lohnt? Hm, ich verstehe ansatzweise Renners Logik, aber finde das dennoch befremdlich aufgrund der Digitalisierung eines Produkt, wo Herstell- und Absatzkosten neu kalkuliert werden im Gegensatz zum phyischen Vertriebsweg. Artikelzusatzinfos 1. Tags: drm, musikindustrie, tim renner 2. weitere Artikel (Kommentare) [...]

  4. Motor.de

    Tim Renner ruft auf die Barrikaden in seinem Blog auf motor.de

    In seinem Blog auf motor.de packt Tim Renner (Ex-Label-Chef Universal, Jetzt-Label-Chef Motor Music) gern mal Themen an, um die andere gern herum reden. Renner stellt gewagte Thesen auf, äußert sich zu Musikwirtschaftl. brisanten Themen, plaudert über Interna und regt so regelmäßig zu heißen Diskussionen an. So auch wieder in dieser Woche:

    „… (Es) muss über Verteilung geredet werden. Verteilung von Gebühren, die für andere Realitäten und Kommunikationswege optimierte Verteilungsorganisationen wie GEMA und GVL erheben, Verteilung die nicht stattfindet wenn Internet Service Provider für ihre Anschlüsse, die für Musikkonsum genutzt werden Gebühren erheben oder bei MySpace die Werbebanner lustig blinken. Ich für meinen Teil bin bereit dafür mit auf die Barrikaden zu gehen. Kommt Ihr mit?“ – Tim Renner –

    „…Deine marxistisch determinierte Analyse des Musikgeschäfts ist sehr unterhaltsam! Allerdings, ehe man Jemanden auf die Barrikaden ruft muss man genauer werden. Worum gehts denn? Um Musiker (Musikanten), Verwerter oder Künstler? Mit der Popmusik ist es ein bisschen wie mit dem Huhn und dem Ei: was war zuerst da, die Popmusik oder die Musikindustrie? Oder, halten wir es mehr mit der These, dass die Entwicklung der Produktionsmittel die Kunst bestimmt, oder mit Karl Marx der sagte: “Die Kunst ist kein Spiegel der Realität, sondern ein Hammer, der diese formt”.“ – Frithjof Rödel, Musiker bei Northern Lite –

    „… Die Vergütung von Künstlern durch die Verteilung erhobener Gebühren ist nicht nur für Musiker interessant, sondern natürlich auch für Autoren – wie mich. Von daher bin ich gespannt, wie konkret das “auf die Barrikaden gehen” aussieht und was ich dafür tun kann. Wohin muss ich denn jetzt genau mitkommen?“ – Holger Muster, Musikjournalist –

    Eine Diskussion im Netz über das Geld verdienen mit Musik im Zeitalter einer krankenden Musikwirtschaft. Ein Disput über GEMA, GVL, Hühner und Eier, Musiker und Musikwirtschaft.

    » zum Tim Renner Blog auf motor.de

    http://www.motor.de/motorblog/tim.renner/voelker_hoert_die_signale.html

  5. herbert

    Das Interview war sehr spannend. Bin auch gespannt, wie es sich weiter entwickelt.

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