Interview mit Matthias Schrader zur next08
20. Juni 2008Wer die next08 dieses Jahr besucht hat, wird festgestellt haben, dass sich die Veranstaltung innerhalb von zweieinhalb Jahren zu einem der wichtigsten Branchentreffpunkte entwickelt hat. Als kleinen Rückblick auf die diesjährige Auflage 3.0, hier ein Interview mit Matthias Schrader, dem CEO von SinnerSchrader, welche die Konferenz ausrichten.
06, 07 und jetzt 08 – Wie hat sich die Webkonferenz next in drei Jahren verändert?
Die next conference ist von Anfang an auf ein riesengroßes Interesse gestoßen und von Jahr zu Jahr enorm gewachsen. Mit über 1.300 registrierten Teilnehmern hat sie in diesem Jahr alle Erwartungen gesprengt. Es hätten sogar noch mehr Teilnehmer werden können, aber das Museum Prototyp hätte den Ansturm dann nicht mehr verkraftet. Die next conference hat eine enormeEigendynamik, und sie gehört der Community, die sich einmal im Jahr in Hamburg trifft.
Diesmal haben auf der Konferenz mehr internationale Referenten als in den Vorjahren gesprochen. Wollen Sie die next internationalisieren?
Wir wollen den europäischen Fokus schärfen. Der erste Schritt dazu war in diesem Jahr, mehr internationale Referenten zu gewinnen. Im kommenden Jahr wollen wir auch mehr Teilnehmer aus der europäischen Webszene auf die next conference holen. Sie ist die einzige Konferenz, die die Internetcommunity mit großen Unternehmen und führenden Marken in Kontakt bringt. Wir wenden uns nicht nur an Geeks, sondern an eine sehr viel größere Community: Medien und Media, Internet, Werbung und IT.
Worin liegen für Sie die derzeit wichtigsten Webtrends?
Marken und Konsumenten kommunizieren und interagieren im Web mehr und mehr in Echtzeit. Was dies für Unternehmen, Marketing und Medien bedeutet, haben wir auf der next08 diskutiert: Die Konsumenten sind heute besser informiert über Produkte und Dienstleistungen als die Unternehmen selbst. Und sie sind miteinander vernetzt. Das Marketing kann also nicht mehr so tun, als habe sich nichts verändert. Die Mediennutzung wird immer stärker partizipativ, der Dialog gewinnt an Bedeutung. Und eine wesentliche Triebkraft für den Real-Time-Trend ist das mobile Web. Was DSL und Flatrates für das stationäre Web ausgelöst haben, geschieht nun auch im mobilen Bereich.
Das Motto lautet “get realtime”. Wen würden Sie denn gern mal im wirklichen Leben und in Echtzeit treffen, aber hatten noch nicht die Chance dazu?
Steve Jobs. Er hat mit Apple eine Marke geschaffen, die ein Vorbild ist für Markenführung, Konsumentenorientierung und Integration von Online- und Offlinemarkenerlebnis. Ich rate jedem Markenartikler, Apple unter diesen Aspekten genau anzusehen. Von Steve Jobs können wir alle noch viel lernen.
WONG THE WEB!



